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Nach den
beiden Prachtbänden »Villen und Landhäuser am Starnberger See« und
»Schlösser im Fünfseenland, erschließt Gerhard Schober mit diesem
großzügig bebilderten und in erstklassiger Qualität gedruckten Band ein
weiteres, bisher kaum bekanntes Kapitel bayerischer Heimat- und
Kulturgeschichte.
Die bayerischen Herzöge hatten bereits seit dem 15. Jahrhundert eigene,
besonders gestaltete Schiffe auf dem Starnberger See. Auf ihnen feierten sie
mit dem Adel des Landes und mit hohen Staatsgästen rauschende Feste. Unter
Kurfürst Ferdinand Maria und seiner Gemahlin Henriette Adelaide von Savoyen
erlebte die Flotte einen glanzvollen Höhepunkt. Das ganz in Blau gehaltene
und teilweise vergoldete Prunkschiff »Bucentaur« war das größte und schönste
Ruderschiff, das je auf einem deutschen Binnengewässer gefahren ist. Bei den
in ganz Europa berühmten Seefesten umgaben ihn zahlreiche prachtvolle
Begleitschiffe. Auch die Kurfürsten des 18. Jahrhunderts pflegten diese
Seefeste. Kurfürst Max III.Joseph ließ sogar noch einmal eine neue Flotte im
Stil des Rokoko bauen.
Mit dem »Delphin« König Ludwigs I., der als letztes
höfisches Schiff in Deutschland im Museum Starnberger See zu sehen ist, und
dem Dampfer »Tristan« König Ludwigs II. endete die große Zeit der höfischen
Schiffe am Starnberger See.
Gerhard Schober ist Heimatpfleger im Landkreis Starnberg und beschäftigt
sich seit über dreißig Jahren mit der Geschichte des Landkreises. Für seine
heimatpflegerische Arbeit und seine zahlreichen Publikationen erhielt er den
Oberbayerischen Kulturpreis 2002.
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