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Wenn
einer für sich in Anspruch nehmen durfte, der »Erfinder« des
Jazz-Tenorsaxophons gewesen zu sein, so Coleman Hawkins.
Von Ben
Webster und Chu Berry über Sonny Rollins bis zu Benny Wallace oder James
Carter reicht die lange Liste der Tenoristen, die in der Nachfolge des
Mannes mit dem mächtigen, vibrierenden Tenorton stehen.
Teddy
Doerings Bio-Diskographie, das erste Buch über Hawkins in deutscher
Sprache, belegt wie »Hawk« über die Jahre immer wieder sein Spiel
revidierte, immer wieder den Kontakt zu den Avantgardisten des Bop, ja
sogar des freien Jazz suchte, sich immer neuen musikalischen Aufgaben
stellte: etwa denen des ersten unbegleiteten Saxophonsolos der
Jazzgeschichte.
Und war
es nicht Hawkins, der dem Tasten-Exzentriker Thelonious Monk zu seinen
ersten Platten-aufnahmen verhalf?
Der
Jazz- und Bluesexperte Teddy Doering zeich-net den Lebensweg von Hawkins
detailliert nach, gibt konzentrierte Informationen zur stilistischen
Entwicklung des Tenor-Patriarchen und einen ausführlichen Überblick
über sein schier uferloses Plattenwerk, das von der Frühzeit der
Jazz-Schallplatte bis in die späten sechziger Jahre reicht. Die vielen
attraktiven Fotos, die zum Teil hier erstmals veröffentlicht werden,
machen dieses anspruchsvoll gestaltete Buch auch zu einem optischen
Hochgenuß für Jazzfreunde.
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