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Ein deutschstämmiger
Junge aus dem mittleren Westen der USA, der
aus der Enge seines bürgerlichen Elternhauses in die Freiheit des Jazz flüchtet, in
wenigen Jahren zu einem stilbildenden Improvisatoren des Jazz Age wird und, gerade 28
Jahre alt, an den Folgen seines Alkoholismus stirbt: Das Leben des Leon Bismarck
Beiderbecke enthält den Stoff, aus dem Legenden gemacht werden Legenden, die über
die Jahrzehnte ins Kraut geschossen sind und den nüchternen Blick auf den Menschen und
Musiker hinter den Anekdoten verstellen. In seiner Darstellung des Lebens und der Musik
Bix Beiderbeckes versucht der Musikwissenschaftler Klaus Scheuer, Schneisen durch das
Dickicht der Beiderbecke-Mythen zu schlagen und zu einer vorurteilslosen Analyse jener
Besonderheiten vorzudringen, die den Kornettisten aus Davenport, Ohio, nicht nur zum
ersten bedeutenden weißen Stilisten des Jazz, sondern auch zum Vorläufer einer
»coolen« Jazz-Ästhetik werden ließen.
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